Europas erstes Bitcoin-Futures-Produkt wird an der Eurex lanciert

Eurex wird am 13. September das erste Bitcoin-Futures-Produkt in Europa notieren, eine Initiative des Anbieters digitaler Vermögenswerte ETC Group.

Während die USA in Bezug auf die Zulassung eines ETFs stagnieren, geht Europa mit dem ersten Bitcoin-Futures der ETC Group, einem führenden Anbieter von mit digitalen Vermögenswerten besicherten Wertpapieren, bereits voran.

Die ersten Bitcoin-Futures in Europa

Laut einer Ankündigung wird Eurex – Europas größte Terminbörse – am 13. September 2021 die ersten Bitcoin-ETN-Futures (Exchange Traded Note) auf den Markt bringen. Lesen Sie hier wie Sie Ethereum mit Lastschrift kaufen.

Damit können Anleger auf Future-Kontrakte zugreifen, die auf dem BTCetc Physical Bitcoin (BTCE) der ETC Group basieren, dem weltweit ersten börsengehandelten Produkt. Der Vorstoß für eine Bitcoin-Futures-Option kommt, nachdem die institutionelle Nachfrage in Europa stark gestiegen ist:

„Angesichts der wachsenden institutionellen Nachfrage nach einem sicheren Engagement in Bitcoin freuen wir uns, diese Bitcoin-ETN-Futures auf unserer regulierten Handels- und Clearing-Infrastruktur an der Eurex zu notieren.

Dieser Schritt wird es einer größeren Zahl von Marktteilnehmern ermöglichen, Bitcoin zu handeln und abzusichern, wobei dieser neue Future in Bezug auf zentrales Clearing, Netting und Risikomanagement wie jeder andere Derivatekontrakt behandelt wird“, sagte Randolf Roth, Vorstandsmitglied von Eurex.

Die im Juni 2020 gestartete ETC Group ist heute eines der weltweit am meisten gehandelten Krypto-ETPs, an dem mehrere Unternehmen beteiligt sind. Nach Angaben des Unternehmens wird der Futures-Kontrakt in BTCE gehandelt und physisch geliefert werden, der zu 100 % durch BTC gedeckt ist.

Europa ist den USA voraus

Das regulatorische Umfeld in den USA hat die Kryptowährungsbranche nicht gerade begünstigt, und mit dem neuen Infrastrukturgesetz, das vor einigen Wochen eingeführt wurde, ist es noch schwieriger geworden. Regulierungsbehörden wie die Securities and Exchange Commission warten derzeit darauf, einen einzigen BTC-ETF-Antrag zu genehmigen.

In dieser Hinsicht erweist sich Europa als ein freundlicheres Umfeld für Kryptoprodukte, nachdem die institutionelle Nachfrage nach Produkten, die an Kryptowährungen gebunden sind, im Vergleich zu den USA in die Höhe geschnellt ist.

Trotz des Pessimismus unter den Anlegern in den USA sagte der CEO von Grayscale, Michael Sonnenschein, dass ein Krypto-ETF in diesem Land eher eine Frage des „Wann“ und nicht des „Ob“ sei, und dass die Preiskorrekturen des letzten Monats es langfristigen Inhabern ermöglichten, mehr BTC anzuhäufen.

Mehrere europäische Gesetze begünstigen Kryptowährungen nun mehr denn je. Wie CryptoPotato am 1. August berichtete, werden in Deutschland ansässige institutionelle Fonds in der Lage sein, bis zu 20 % ihrer Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren. Die Initiative kam, nachdem verschiedene lokale Organisationen ein Engagement in kryptobezogenen Produkten gefordert hatten.